Laureus Sport for Good

Katarina Witt unterstützt starke Mädchen auf dem Eis

Bei KICK on Ice in Berlin sind die Mädchen dran. Die Eisfläche gehört ihnen.

Freitagabend, Berlin. Aber es ist kein normaler Abend auf der Eisbahn in Lankwitz. Es ist ein Abend der besonderen Art.

Nicht nur, weil die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin und Laureus Academy Mitglied Katarina Witt auf dem Eis steht, sondern weil nur Mädchen am Eishockeytraining teilnehmen. Der Grund: Es ist Girls Only Night, regelmäßig veranstaltet vom Berliner Projekt KICK on Ice.

„Viele Mädchen freuen sich seit Wochen auf diesen Abend und können es kaum erwarten, auf dem Eis zu stehen. Und manche sind eben auch zum ersten Mal dabei und ein bisschen nervös“, erzählt Jan Kaminski, Projektleiter von KICK on Ice. Bei der Girls Only Night darf er zwar auf dem Eis stehen, aber nicht mitmischen. Denn bei diesem Event sind die Mädchen dran. Die Eisfläche gehört ihnen.

Selbstwertgefühl
Das Ziel: Mädchen über den Sport zu befähigen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Im geschützten Raum können sie sich auf dem Eis ausprobieren und vielleicht auch ihre Leidenschaft für den Eishockeysport entdecken.

Für viele Mädchen ist es zudem eine ganz neue Erfahrung, Teil eines Teams zu sein. „Ich war früher Einzelkämpfer. Das Teamfeeling hier hat mir extrem geholfen. Ich bin offener geworden und habe entdeckt, welche Stärken ich habe. Dadurch ist auch mein Selbstwertgefühl gestiegen“, erzählt eine der Teilnehmerinnen, die mittlerweile im Tor steht und kurz darauf einen Schuss pariert.

Für viele Mädchen ist es zudem eine ganz neue Erfahrung, Teil eines Teams zu sein.

Mit Vorurteilen aufräumen
Und die Nervosität der Teilnehmerinnen verfliegt, sobald sie die Eishockey-Ausrüstung anziehen, die ihnen vom Projekt zur Verfügung gestellt wird. Denn das ist beim ersten Mal gar nicht so einfach. Zieht man etwas in der falschen Reihenfolge an, funktioniert es am Ende nicht.

Geholfen wird ihnen aber von den Mädchen, die schon länger Teil des Projekts sind und mittlerweile die Trainer unterstützen - und ganz nebenbei mit Vorurteilen aufräumen. „Viele sagen, es ist eine Sportart für Jungs. Aber wir zeigen, dass auch Mädchen Eishockey spielen können – vielleicht sogar besser als die Jungs“, lacht Junior-Trainerin Jessica. Sie steht heute als Assistenz-Coach auf dem Eis, gibt Tipps, unterstützt, hilft und leitet an.

Wenn man zeigen kann, was man drauf hat, und sich durch­set­zen kann, nimmt man sehr viel mit ins Leben.”

Starke Frauen
Katarina Witt, die vor lauter Begeisterung mittlerweile nicht mehr neben, sondern bereits auf dem Eis steht, applaudiert. Sie unterstützt das Projekt als Schirmherrin – und ist Feuer und Flamme: „Wir brauchen starke Frauen. Mädchen, die an sich glauben, sich etwas zutrauen und sich nicht von Ängsten oder Grenzen limitieren lassen. Ich möchte ihnen weitergeben, dass Träume wahr werden und sie ihre Ziele erreichen können.“

Für die Teilnehmerinnen der Girls Only Night ist die Zeit auf dem Eis mit der vierfachen Weltmeisterin ein ganz besonderes Erlebnis. Denn bei KICK on Ice geht es eben nicht nur um Sport. Es geht um so viel mehr. Teamgeist, Respekt, Disziplin, Zielstrebigkeit und Motivation.

"Wir zeigen, dass auch Mädchen Eishockey spielen können – vielleicht sogar besser als die Jungs"

Gesünderes Selbstbewusstsein
Das spürt auch die ehemalige Leistungssportlerin bei ihren Besuchen: „Die Jugendlichen erleben hier einen unheimlichen Zusammenhalt, sie sind zu einer Familie geworden. Eishockey ist ein Mannschaftssport und man merkt, dass es hier diesen wichtigen Zusammenhalt gibt, gerade unter den Mädchen und jungen Frauen. Das hilft ihnen extrem für ein gesünderes Selbstbewusstsein. Wenn man zeigen kann, was man drauf hat, und sich durchsetzen kann, nimmt man sehr viel mit ins Leben.“

Außerdem möchte sie die Kinder und Jugendlichen zu mehr Sport im Alltag bewegen: „Sport sollte einfach bei Kindern zum täglichen Leben dazugehören. Manche Jugendliche spüren endlich, dass sie, wenn sie das Handy mal zur Seite legen, auch eine gute Zeit haben können, wie hier bei der Girls Only Night auf dem Eis. Es geht nicht um Leistungen, sondern um das gemeinschaftliche Erleben. Und auf dem Eis sind die Kids auf Augenhöhe.“

Laureus Sport for Good

Unterstützt wird KICK on Ice von Laureus Sport for Good. Die Stiftung fördert das Projekt seit Jahren – und hilft nicht nur finanziell, sondern auch bei der Vermittlung weiterer Partner, in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit und mit Wissenstransfer.

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Katarina Witt sieht ihr Engagement „als eine Form des Weitergebens von schönen Erinnerungen und Begebenheiten“, die sie selbst durch den Sport erleben durfte. Deshalb ist sie nicht nur für Laureus Sport for Good aktiv, sondern gründete selbst eine eigene Stiftung, mit der sie fast 350 Projekte für Kinder und Jugendliche mit Handicap unterstützt und finanziert. „Soziales Engagement ist für mich selbstverständlich und ich freue mich, wenn es uns damit gemeinsam gelingt, Kinder für die Zukunft zu stärken.“

Und genau das machen auch die Junior-Trainerinnen. Sie bestärken die Anfängerinnen, an sich zu glauben und sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Sie sind selbst zum Vorbild geworden. Auf dem Eis und im Leben.


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